Fotomarathon München 2018

Am Samstag, den 21.07.2018 war es soweit – mein erster Fotomarathon. Thema war dieses Jahr “Gegensätze ziehen sich an”. Falls du mit einem Fotomarathon bis dato noch nichts anfangen konntest, eine kurze Erklärung, was es damit auf sich hat.

Es gilt in 8h 12 Bilder nach vorgegebenen Themen zu fotografieren. Wobei die Reihenfolge einzuhalten ist. Ihr könnt also nicht Bild C vor Bild A und B fotografieren. Die Bilder dürfen auch nur Kameraintern bearbeitet werden. Es werden genau 12 Bilder abgegeben. Zu jedem Thema eines – das wars.

Hört sich erstmal gar nicht so wild an und beim Betrachten der eingereichten Bilder wird dich vielleicht der Gedanke überkommen “och, das hätte ich aber auch gekonnt oder sogar besser gemacht”. Vorsicht, das ist wirklich trügerisch und nicht so einfach wie es scheint. Irgendwann spielt die Zeit massiv gegen dich. Bei dem ersten Thema läßt du es gemütlich angehen – es soll ja schließlich geil werden. Und so habe ich auch wirklich extrem lange an meinem ersten Bild rumgedoktort.

Thema 1: “Ruhe und Bewegung”

Ach, das ist leicht … aber Moment mal, das Bild sollte natürlich noch zu dem übergreifenden Thema “Gegensätze” passen und als sei das noch nicht genug, musste auch noch irgendwie deine persönliche Startnummer ins Bild verwurschtelt werden. Einfach meine Nummer ins Bild halten hielt ich für zu simpel, ja fast schon plump. Hey komm schon, mein erster Fotomarathon dachte ich, dann mach ichs auch gleich gescheit! 🙂

Mit dem Bild bin ich auch schwer zufrieden. Klar, für sich betrachtet wahrscheinlich kein Knallerbild, aber angesichts der Aufgabenstellung doch nicht ganz verkehrt, finde ich jedenfalls. Denk dran, urteil nicht zu voreilig … es ist wirklich was anderes, als in freier Wildbahn Fotos zu schießen. Wirklich!

Damit meine Serie jetzt auch noch einen roten Faden erhält, wollte ich alles mit leichter Bewegungsunschärfe fotografieren. Super, natürlich hatte ich keinen Graufilter dabei. Apropos Ausstattung, manch einer hat da wirklich enormes Equipment aufgefahren. Wechselobjektive, Stativ, … was weiß ich. Mit Koffern und Rucksäcken waren die Damen und Herren unterwegs. War sehr spannend mit anzusehen, wie hier jeder seine eigene Herangehensweise hatte. Meine Ricoh GR und ich waren da deutlich sparsamer unterwegs, wir hatten nur uns. Und ein paar Akkus natürlich.

Thema 2: “Trocken und Nass”

Die ersten 6 Themen mussten innerhalb von 4h abgefrühstückt werden, danach waren die restlichen 6 Themen wieder am Startpunkt der Veranstaltung abzuholen. Man hatte also nicht gleich zu Anfang alle Themen zur Hand.

Ok, das erste Bild hatte ich nach 2h im Kasten – shit, das hat definitiv zu lange gedauert. Nur noch 2h für 5 weitere Bilder. Prost Mahlzeit! Vor Allem, sobald ein Bild fehlt, wird man disqualifiziert. Ja, wenig erbauend, das dachte ich auch.

Anderthalb Stunden später hatte ich dann endlich das Bild zu Thema Nr.2 auf der SD Karte meiner kleinen Ricoh. Die Sache mit der Bewegungsunschärfe, was ich mir so zu Anfang eingebildet hatte, erschwerte mir jetzt natürlich zusätzlich die Bildfindung.

Wahrscheinlich hast du schon meine verbleibende Zeit für die restlichen 4 Bilder ausgerechnet. Knapp 1,5h hatte ich noch über. Den Rückweg sollte man übrigens nicht vergessen in seine Zeitkalkulation mit einzuberechnen. Dazu später mehr.

Ach du dickes Ei. 1,5h für 4 weitere Bilder. Wie soll das gehen? Aber erstmal Was steht denn noch auf meinem Zettel?

Thema 3: “Wahrheit und Illusion”

Natürlich tüftelt man immer wieder auch parallel zu den anderen Themen Ideen aus. Und so hatte ich das Bild zu “Wahrheit und Illusion” wirklich schon nach 10 Minuten geknipst. Ich mußte ja schließlich auch auf die Tube drücken – es war wirklich Drehzahl angesagt.

Die Interpretation der Bilder überlasse ich einfach mal euch. Die Jury hatte auch keine begleitenden Worte dazu bekommen und mußte sich ebenfalls in die Bildwelten denken um herauszufinden oder zu erkennen, was sich der Fotograf wohl dabei gedacht hat. Nicht immer war da bei meinen Bilder große philosophische Weisheiten zu erwarten …

Knapp 1h noch, Go Go Go!

Thema 4: “Hell und Dunkel”

5 Minuten, Bäm. Ich hatte nicht mehr groß meine Location gewechselt. Zu Anfangs wollte ich ja in ganz München rumgurken und die coolsten Spots abgreifen,… war zu knapp. Also schnell ebenfalls am Hauptbahnhof mein Glück versucht.

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Thema 5: “Spaß und Langeweile”

Immer noch knapp 1h Zeit. Ok. Das hört sich doch machbar an. Da schwirrte mir von Anfang an der Obletter und ein gelangweilter Vater im Kopf rum, der vorm Laden wartet, bis seine Frau mit einem glücklichen Kind wieder aus dem Spielwarengeschäft gewackelt kommt. Und genau so hab ichs dann auch gemacht. Jetzt bleiben mir noch 40 Minuten fürs letzte Bild + vom Stachus zurück zum Nockherberg zu kommen. Den Rückweg hatte ich echt nicht mehr auf dem Schirm,… wuah!

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Thema 6: “Hart und Weich”

Zeit, Zeit, Zeit, … hilft nix. Einfach umdrehen, 10 Sekunden Gedanken machen und feuer! Wie gesagt, dichte dir hier bitte selbst eine Story dazu … da bin ich wirklich gespannt.

Jedenfalls hatte ich noch 30 Minuten um vom Stachus zum Nockherberg zu kommen. Ich glaube, ich bin vom Stachus zum Rosenheimer Platz mit der U-Bahn gefahren und von dort schnell ins Taxi gesprungen um für 7.80 € pünktlich bei der Veranstaltung aufzuschlagen. Das hat schon mal geklappt. Jetzt das ganze nur nochmal, oh Gott …

Der zweite Block hat sich dann als noch härtere Nuss als der erste erwiesen, und ich hab mir wieder ähnlich viel Zeit bei den ersten Bildern gelassen. Also nix dazu gelernt. Haha. Schlussendlich habe ich meine 12 Bilder im Kasten gehabt und auch pünktlich abgegeben.

Jetzt freue ich mich auf die Siegerehrung und bin sehr gespannt ob ich was gewonnen habe. So oder so, es war eine riesen Erfahrung und ich bin nächstes Jahr sicher wieder mit dabei.

Komm doch gerne zur Siegerehrung vorbei – es sind alle herzlich eingeladen. Es gibt auch für die Gäste wohl was zu gewinnen.

Am 29.9.2018 ab 17 Uhr in der Cantina Bar
August-Exter-Straße 1
81245 München, Deutschland

Ich freu mich auf dich, drück mir die Daumen. 🙂

Danke dir!

Dein Mark